Warum leiden wir?

„Wir sind was wir denken.
Mit unseren Gedanken schaffen wir die Welt.“

Buddha

Dem vom Buddhismus geprägten tibetischen Heilwissen, liegt die Auffassung zugrunde, dass alle Menschen mit einer angeborenen „Unwissenheit“ (tibet. Ma Rigpa) in diese Welt kommen: durch die Illusion, dass alles aus sich selbst heraus existiert, entsteht die Vorstellung des „Ich“, die Vorstellung der Trennung des Menschen von seiner Umwelt und der Trennung des Menschen vom Kosmischen Ganzen.

Aus dieser „Unwissenheit“ entstehen „Anhaftung“, sprich Gier, Neid, Geiz, Eifersucht, Unzufriedenheit und „Ablehnung“ bzw. Zorn, Hass, Wut, sowie „Verblendung“ oder Ignoranz, enge Sichtweise, Gleichgültigkeit, Sorgen und Ängste, kurz alle negativen Gedanken und zerstörerischen Emotionen. Sie werden auch als „Geistesgifte“ bezeichnet und bilden die Ursache aller Leiden.

Lange vor dem Entstehen der modernen Wissenschaften hat die Traditionelle Tibetische Medizin erkannt, dass Körper und Geist als Einheit in ständiger gegenseitiger Wechselwirkung stehen.

Auch „äußere Lebens-Bedingungen“ können auf diese Körper-Geist-Einheit wirken, uns also sowohl positiv, als auch negativ beeinflussen. Mit den äußeren Bedingungen sind in erster Linie unsere Ernährung, unser Lebensstil/Verhalten, sowie klimatische Umstände gemeint.

Ausgehend vom Geist als Ursache, wirken falsche äußere Bedingungen, also ungeeignete Ernährung, ein unangebrachter und belastender Lebensstil, Umweltgifte usw., als Auslöser aller Leiden.

Gemeinsam also, verursachen Geistesgifte und falsche Bedingungen, Störungen der drei Energien rLung, mKhris pa und Bad kan, was in der Folge zu Krankheiten führt!
Diese grundsätzliche Erkenntnis, wird in allen Behandlungen der TTM eingesetzt um Ausgleich bzw. Selbstheilung zu erlangen – vor allem aber auch zur Prävention, um Disharmonien und darauf folgende chronische Erkrankungen zu vermeiden.

Ein permanentes Leben auf der Überholspur auf Kosten unseres Wohlbefindens und der Versuch dem entgegenzuwirken, bestimmen derzeit die westliche Welt.
Durch die frühzeitige Erkennung und Behandlung von Unausgewogenheiten, lange bevor sich eine Krankheit körperlich manifestiert, ist die TTM eine wertvolle Ergänzung zur westlichen Medizin.

„Die tibetische Kultur hat ihre Tugend bis heute bewahren können. Ihre Weisheit beruht auf der Beobachtung der Phänomene, die schon immer da waren. Dies ist keine Frage des Glaubens oder Nichtglaubens im westlichen Sinne. Es geht um Beobachtung, die vom gesunden Menschenverstand und einer Menschlichkeit geprägt ist, die nur ein Ziel hat: das Glück der Menschen.“

Amchi la Namgyal Qusar, tibetischer Arzt